Silberling der Woche

Jede Woche verleihen wir ihn neu: den Silberling der Woche. Unter zig frischen Silberlingen, die jede Woche auf den Markt kommen, auserwählt nach einem bestimmten Regelwerk. Zum Silberling kann ein Album nur in der Woche der Veröffentlichung werden oder eine Woche davor oder danach. Bei der Auswahl achten wir auf die „gesunde“ Mischung. Jeder Style ist möglich. Der „Nachwuchs“ kommt ebenso zum Zuge wie die „Großen“. Im Westen ist der Silberling seit Herbst 2001 tägliches Programmelement bei den CampusRadios NRW und den PartnerRadios.

Silberling der Woche 11/2002

Albumcover

Timo Maas
Loud

Bereits im zarten Alter von 13 Jahren stand Timo Maas zum ersten Mal an den Turntables. Die bestanden zwar nur aus zwei Tapedecks und das Auflegen beschränkte sich auf spulen, aber der Grundstein für eine erfolgreiche Karriere war gelegt. Der Durchbruch gelang dem heute 32jährigen Hannoveraner als Resident-DJ im Hamburger Club „Tunnel“. Dort tat er sich mit Gary D. zusammen und produzierte einen Trance-Track mit dem skurrilen Namen „Die Herdplatte“. Daraufhin bekam er seinen ersten Plattenvertrag. Bekannt geworden ist er wohl vor allem mit der Produktion solcher Clubhits wie „Dooms Night“ von Azzido da Bass und als Remixer für solche illustren Künstler wie Placebo, Fatboy Slim und Madonna.

Und mit dem Album „Loud“ legt Timo Maas nun sein Debüt vor, und was für ein Debüt kann man da nur sagen. Auf dem Album tummelt sich neben dem schottischen Sänger Finlay Quaye auch die New Yorker R&B Sängerin Kelis, die durch ihren Gesang den Opener „Help me“ zu einem atmosphärisch, düsteren Stück Musik macht. Paul Oakenfold sagte über den Track „Ubik“, daß es das beste Stück sei, was Beck nie gemacht hat. Dann ist da natürlich auch noch „To get down“ die Hymne der German Dance Award 2001. Ein trockener Beat unterlegt mit einem fetten Bass. Interessant auch das Stück „Shifter“ mit dem Garage MC Chickaboo am Mikrofon, denn hier zeigt sich daß sich der Breakdance der 80er auch im Jahre 2002 noch gut anhört.

In Bezug auf Musikrichtungen und Einflüsse hat „Loud“ alles zu bieten. finden Hier mischt sich Rock mit House, Garage, Progressive, Downbeat und Alternative und beim Stück „O.C.B.“ hört man dann auch noch indische Einflüsse. Timo Maas selbst hat über das Album gesagt: „Die Platte wird euch umbringen“, wie recht er damit hat. Mir bleibt nur zu sagen, daß „Loud“ die wohl interessanteste und abwechslungsreichste Platte ist, die ich seit langer Zeit gehört habe. Und wer, fragt man sich, sind eigentlich die Chemical Brothers?

(Text: Katrin Jungmann, c.t.96.9, Bochum)

DISKOGRAFIE: Music for the Masses (2000) / Loud (2002)

HOMEPAGE: www.timomaas.de

Anspieltipps

  • MO: Track 1
  • DI: Track 4
  • MI: Track 9
  • DO: Track 10
  • FR: Track 13

Hier könnt Ihr Timo Maas: Loud - Silberling der Woche 11/2002 sofort bestellen: amazon.de

Archiv aller Silberlinge

radiobar