Silberling der Woche

Jede Woche verleihen wir ihn neu: den Silberling der Woche. Unter zig frischen Silberlingen, die jede Woche auf den Markt kommen, auserwählt nach einem bestimmten Regelwerk. Zum Silberling kann ein Album nur in der Woche der Veröffentlichung werden oder eine Woche davor oder danach. Bei der Auswahl achten wir auf die „gesunde“ Mischung. Jeder Style ist möglich. Der „Nachwuchs“ kommt ebenso zum Zuge wie die „Großen“. Im Westen ist der Silberling seit Herbst 2001 tägliches Programmelement bei den CampusRadios NRW und den PartnerRadios.

Silberling der Woche 51/2013

Cover: The Strypes - Snapshot

The Strypes
Snapshot

The Strypes aus Irland könnten das nächste Youngster-Phänomen nach Jake Bugg sein. Keiner aus dem Quartett ist volljährig, doch das Gespann bereits Support-Act der Arctic Monkeys. Und die Musik klingt nach den angestaubten Platten der Eltern. Böse Zungen sprechen von Teenage-Casting. Zu konzeptuell präsentiere sich die Band, posiere in Beatles-Manier und auch das einheitliche Outfit sei doch leicht abgekupfert.

 
Dabei kann man es der Band aber nicht absprechen, zackigen Rhythm and Blues abzuliefern, wie es das letzte Mal vielleicht Mando Diao auf ihrem Debüt hingekriegt haben. So stehen auf der Bandhomepage selbst die Referenzen "Yardbirds", "Rolling Stones" und "Animals". Die Bluesakkorde, die Mundharmonika, die verzerrten Gitarren, die Jimi Hendrix Respekt zollen: alles das riecht nach den stimmungsvollen 60ties. Und genau dahin katapultiert einen "Snapshot".
 
Spielfreude pur: Das wüste "Mystery Man" etwa, Punk-Ansätze in dem peppigen "Perfect Storm", das Pubschunkeln in "What the people don´t see" oder auch das "Angel Eyes", in dem Ross Farrelly seine Stimmkraft unter Beweis stellt. Auch in den anderen Kompositionen keine Spur von Stimmbruch. Aber eben auch nicht von innovativen Momenten. 
 
Kein Wunder, warum Traditionalisten wie Paul Weller diese Band in den Himmel loben. Vielleicht wünscht sich sogar Beatles & Stones-Verehrer Liam Gallagher klammheimlich so einen Song auf seinem Album - geschadet hätte es nicht. Keine Frage, sie verstehen ja auch ihr Handwerk. Nach eigener Aussage formiert sich die Band auch selbst ganz bewusst als eine "Antithese zur zeitgenössischen Musik". Aber eventuell ändert sich das ja noch. Vermutlich, wenn die Band dann wirklich in die Clubs und Pubs auf legalem Wege reindarf.(Philipp Kressmann, CT das radio)

 

Anspieltipps

What The People Don't See, #3
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You Can't Judge A Book By The Cover, #8
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Perfect Storm, #7
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Rollin' and Trumblin', #12
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Angel Eyes, #6
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