Silberling der Woche

Jede Woche verleihen wir ihn neu: den Silberling der Woche. Unter zig frischen Silberlingen, die jede Woche auf den Markt kommen, auserwählt nach einem bestimmten Regelwerk. Zum Silberling kann ein Album nur in der Woche der Veröffentlichung werden oder eine Woche davor oder danach. Bei der Auswahl achten wir auf die „gesunde“ Mischung. Jeder Style ist möglich. Der „Nachwuchs“ kommt ebenso zum Zuge wie die „Großen“. Im Westen ist der Silberling seit Herbst 2001 tägliches Programmelement bei den CampusRadios NRW und den PartnerRadios.

Silberling der Woche 48/2002

Albumcover

Talib Kweli
Quality

Nachdem die Vorboten seines Könnens sich bereits mit den sensationellen Veröffentlichungen „Black Star“(1998 zusammen mit Mos Def) und „Reflection Eternal“(2000 zusammen mit Hi-Tek“) andeuteten, ist der gebürtige New Yorker Talib Kweli mit „Quality“ auf dem besten Weg sich förmlich ins internationale Rampenlicht zu katapultieren.

Nicht nur dass „Quality“ nur so mit prominenten Gastauftritten gespickt ist(u.a. Mos Def, Bilal, Black Thought, Common, Pharoahe Monch, Res oder Xzibit), nein, „Quality“ verfügt auch über eine überaus homogene Mischung aus derben Grooves und unverschämt eingängigen Hook-Lines, die dafür sorgen könnten, daß „Quality“ sowohl die Kritiker und Musikliebhaber als auch die Massen-Medien erobert.

Ähnlich wie Bilal so setzt auch Talib Kweli auf die Mischung aus Rap, Soul, Jazz und Funk- quasi eine moderne Version von George Clinton’s Funkadelics, wie er sie in der Vergangenheit stets anstrebte aber nie erreichte. Am deutlichsten wird dies bei „Put It In The Air“: P-Funk 2002. Aber auch Stücke wie „Rush“ tragen eine rocklastige Handschrift. Jazzcats wie Duane Eubanks, Soulive’s Eric Krasno oder musikalische Grenzgänger wie die Soulquarians Questlove, Poyser & Palladino oder Doug ‘The Journeyman‘ Wimbish sorgen mit entsprechender Unterstützung aus dem HipHop-Lager (z.B.: Erick Coomes[c Truth Hurts], Kendra Ross, DJ Scratch, Dave West...) für die coolen Vibes und schlagen die Brücke aus dem Y2K zurück in die 60ies Al Green‘s(„Good To You“) und zu den Moviescores aus den 70ies(„Shock Body“).

Lyrisch geht Talib Kweli wie bei seinen Kollegen von Okay-Player um Black Consciousness, Soziale Probleme der schwarzen Diaspora in den USA, etc. Hinzu kommen noch Songs wie "Joy", den er seinen Kindern gewidtmet hat oder um die Party an sich ("Waintin For The DJ"). Mit dem Glam und dem Glitter anderer HipHop-Stars scheint er wenig am Hut zu haben.

Fazit: Nach den vergangen Jahren auf Tour(u.a. mit De La Soul, Erykah Badu oder Jay Z -um nur die bekanntesten zu nennen) wird Talib Kweli mit „Quality“ 2002 die Früchte harter Arbeit ernten.

(Text: Felix Grimm, c.t. - das Radio 96.9, Bochum)

HOMEPAGE: www.talibkweli.com / LABEL: www.motor.de

Anspieltipps

  • waitin‘ for the DJ (Track 6)
  • shock baby (Track 4)
  • get by (Track 3)
  • put it in the air (Track 10)
  • good to you (Track 14)

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