Silberling der Woche

Jede Woche verleihen wir ihn neu: den Silberling der Woche. Unter zig frischen Silberlingen, die jede Woche auf den Markt kommen, auserwählt nach einem bestimmten Regelwerk. Zum Silberling kann ein Album nur in der Woche der Veröffentlichung werden oder eine Woche davor oder danach. Bei der Auswahl achten wir auf die „gesunde“ Mischung. Jeder Style ist möglich. Der „Nachwuchs“ kommt ebenso zum Zuge wie die „Großen“. Im Westen ist der Silberling seit Herbst 2001 tägliches Programmelement bei den CampusRadios NRW und den PartnerRadios.

Silberling der Woche 34/2002

Albumcover

Queens Of The Stone Age
Songs For The Deaf

Geboren aus der Asche der Rock-Ikone Kyuss vereinigten sich Gitarrist Josh Homme, Drummer Alfredo Hernandez und Bassist Nick Olivieri im Jahre 1997 zusammen mit Gitarrist und Keyboarder Dave Catching um die Band Queens Of The Stone Age zu gründen. Nach einigen Achtungserfolgen -an dieser Stelle seien vor allen Dingen die Alternative-Hits „If only“ und „The Lost Art Of Keeping A Secret“ genannt- steht nun mit „Songs For The Deaf“ der dritte Longplayer ins Haus und wenn man die hausbackene Faustregel, daß eine Band mit dem dritten Album durchstarten muß, zum Maßstab nimmt für „Songs For The Deaf“ dann braucht man sich um die Queens keine Sorgen machen! Das neue Baby rockt und brüllt, als ob es kein Leben danach geben würde!

Als besonderes Highlight der Platte dürfte wohl der spektakuläre Neuzugang an den Drums sein. Denn es ist kein geringerer als Ex-Nirvana-Drummer und Foo Fighter-Mastermind Dave Grohl, der seinen Foo Fighters einen einjährigen Betriebsurlaub spendiert und sich im Jahre 2002 bei eine seiner selbsterklärten Lieblingsbands verdingt. Obwohl es schwer zu sagen ist, welchen Einfluß Dave Grohl im Bereich Komposition und Song-Writing hat, so dürfte sein Mitwirken als Co-Producer der neuen QOTSA-Platte doch als durchaus bedeutend einzuschätzen sein. Geprägt wird die Platte außerdem von vielen Freunden der Queens, die für die „Songs For The Deaf“-Sessions als Gastmusiker eingeladen wurden und so wie Ex-Screaming-Trees Mark Lanegan als Sänger(Track 5) oder wie Ex-Marilyn-Manson Twiggy Ramirez als „Radio DJs“ in den diversen Intermission-Sequenzen des Albums fungieren. Mit von der Partie ist außerdem auch Ween-Gitarrist Mickey Melchiondo a.k.a. Dean Ween(Hidden Track). Dennoch dürfte trotz dieser kleinen Armada an Gastmusikern beim der Hören der Songs keine Zweifel aufkommen, wer hier auf „Songs For The Deaf“ die Hosen anhat. Denn neben diesen -zum Teil durchaus wertvollen- Kooperationen basiert der „Robotrock“ auch im Jahre 2002 immer noch auf den Queenschen Hauptingridienzen, nämlich Homme´s unverwechselbarem wah-wah-schen Gitarresound und Olivieri’s kantiger Rhythmik. „Ich glaube, je nebulöser sich Queens Of The Stone Age zeigt -seien es die die Leute, die mitwirken, die Cover-Gestaltung, der Name des Albums und auch der Bandname an sich- desto mehr Freiheiten können wir uns nehmen, wenn wir es für nötig halten“, so Josh Homme- need I say more?!

Fazit: „Songs For The Deaf“ vereinigt die geschätzten Hard Rock und Metal Qualitäten der Queens mit eingängigen Alternative-Radio-Singles a la „The Lost Art Of Keeping A Secret“ zu einer wunderbaren Kalifornischen Melange. Alle Vorschußlorbeeren, die dieses Album bereits im Vorfeld seiner Veröffentlichung erhalten hat, sind defintiv berechtigt gewesen und werden -so Gott will- die Queens im Jahre 2002 verdientermaßen in den Rock-Olymp katapultieren. Möge die macht mit Ihnen sein!

(Text: Felix Grimm, c.t. 96.9, Bochum)

HOMEPAGE: www.qotsa.com / LABEL: www.motor.de

Anspieltipps

  • do it again (TR. 11)
  • go with the flow (TR. 9)
  • another love song (TR. 13)
  • mosquito song (Hidden (TR. 15)
  • no one knows (TR. 3)

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