Silberling der Woche

Jede Woche verleihen wir ihn neu: den Silberling der Woche. Unter zig frischen Silberlingen, die jede Woche auf den Markt kommen, auserwählt nach einem bestimmten Regelwerk. Zum Silberling kann ein Album nur in der Woche der Veröffentlichung werden oder eine Woche davor oder danach. Bei der Auswahl achten wir auf die „gesunde“ Mischung. Jeder Style ist möglich. Der „Nachwuchs“ kommt ebenso zum Zuge wie die „Großen“. Im Westen ist der Silberling seit Herbst 2001 tägliches Programmelement bei den CampusRadios NRW und den PartnerRadios.

Silberling der Woche 20/2002

Albumcover

Moby
18

Dies ist wohl einer der Veröffentlichungen auf die viele schon lange und mit Spannung gewartet haben. Drei Jahre nach seinem letzten Album „Play“ veröffentlicht Richard Melville Hall alias Moby endlich sein neues Album „18“. Moby ist wohl einer der wenigen Künstler, der sich mit dem Titel Multitalent schmücken darf, denn auch auf seinem neuen Album hat er alle Instrumente selbst eingespielt.

Geboren 1965 begann er im Alter von 9 Jahren Gitarre zu spielen, mit 14 hatte er seine erste eigene Band. Seine DJ Karriere startet er 1984 im Club „The Beat“ in Portchester, New York. In den nächsten Jahren spielt er in verschiedenen Bands und legt in verschiedenen Clubs auf. 1989 unterzeichnet er seinen ersten Plattenvertrag und bringt ein Jahr später die Single „Go“ raus, die zur Hymne in der Dance Szene wird. Sein erstes „offizielles“ (nach einigen Compilations) Album „Everything is wrong“ erscheint 1995. Und wer erinnert sich nicht an sein letztes Album „Play“ vor drei Jahren, daß dank der Single „Why does my heart feel so bad?“ und dem dazugehörigen Video mit der Comicfigur „Little Idiot“ weltweit einschlug. Und auch die Tracks „Honey“, „Bodyrock“ und „Porcelain“ dürften vielen noch im Ohr sein. Acht Millionen Mal ging das Album weltweit über die Ladentheken.

Dementsprechend hoch sind jetzt also auch die Erwartungen. Und nach dem ersten Hören kann man bereits sagen, die Erwartungen sind mehr als erfüllt, denn „18“ ist ein mehr als großartiges Album, daß mir sogar noch besser als „Play“ gefällt. Das mag zum einen an den großartigen Gästen liegen, denn man hört auf dem Album Künstlerinnen wie Sinead O’Connor, MC Lyte und Angie Stone, zum anderen liegt es an der Vielschichtigkeit der Songs. Mal ganz ehrlich bei 18 Songs erwartet man doch irgendwo Wiederholungen, aber die wird man hier wohl kaum finden.

Schon die erste Single „We are all made of stars“ ist ein Song der wohl die Gehörgänge nie mehr verlassen wird und das Zeug zum Klassiker besitzt. Herauszuheben ist auch der Track „Jam for the Ladies“ auf dem MC Lyte und Angie Stone zu hören sind. Aber um ehrlich zu sein spare ich es mir, weitere Tracks des Albums herauszugreifen. Warum? Weil man „18“ im Ganzen hören sollte, denn dann zeigt sich die wahre Schönheit des Albums. Jeder Song ist anders, kein Lied klingt wie das vorherige. Und immer wieder zeigt sich Mobys Liebe zum Soul und R ‘n‘ B der sechziger, siebziger und achtziger Jahre. Außerdem hört man hymnischen New Wave, Gospel und Blues, Funk und Electro. Musikliebendes Herz was willst du mehr? Großartig!

(Text: Katrin Jungmann, c.t. 96.9, Bochum)

HOMEPAGE: : www.moby.com / LABEL: www.mute.de

Anspieltipps

  • MO: In My Heart (Track 3)
  • DI: One Of These Mornings (Track 6)
  • MI: Jam For The Ladies (Track 10)
  • DO: Sleep Alone (Track 13)
  • FR: The Rafters (Track 17)

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