Silberling der Woche

Jede Woche verleihen wir ihn neu: den Silberling der Woche. Unter zig frischen Silberlingen, die jede Woche auf den Markt kommen, auserwählt nach einem bestimmten Regelwerk. Zum Silberling kann ein Album nur in der Woche der Veröffentlichung werden oder eine Woche davor oder danach. Bei der Auswahl achten wir auf die „gesunde“ Mischung. Jeder Style ist möglich. Der „Nachwuchs“ kommt ebenso zum Zuge wie die „Großen“. Im Westen ist der Silberling seit Herbst 2001 tägliches Programmelement bei den CampusRadios NRW und den PartnerRadios.

Silberling der Woche 42/2006

Albumcover

Milburn
Well Well Well

Wer kennt sie nicht, die "next big things", die uns beinahe wöchentlich von diversen Musikmagazinen angedreht und aufgeschwatzt werden? Diese glattgebügelten und durchgestylten hippen Bands, die nicht einmal, hätten sie zehn Top Ten Plätze hintereinander gelandet, lange in Erinnerung bleiben würden.

So wird es ganz sicher nicht bei den Jungs von Milburn aus Sheffield laufen. Sheffield? Da war doch was? Richtig! Die Heimat von Pulp, Def Leppard, Little Man Tate und den Arctic Monkeys. Es muß wohl irgendwie an der guten Luft in der "grünsten Stadt" Englands liegen. Dort scheinen kleinste Partikelchen von Melodien und Harmonien in der Luft herum zu schwirren, die die jungen Musiker nur noch zu inhalieren brauchen, um auf den Punkt gebrachte Hitdreiminüter zu schreiben.

Bei Milburn handelt es sich um vier junge Lads, unter denen sich auch noch zwei Brüder rumtreiben. Das kann natürlich nicht von Nachteil sein, wenn man sich z. B. an Oasis (nur ohne den Streit) erinnert. Zu ihren Einflüssen zählen die Vier The Jam, The Kinks, The Cure und The Specialists. Und das hört man - hier kann man ruhigen Gewissens "Gott sei dank" sagen - auch. Anders als z. B. oben genannte Oasis wählen Milburn den straighteren, rockigeren Weg, ohne jedoch die Tanzbarkeit aus den Augen zu verlieren. So vermischen sie feinsten Indierock mit herrlich arrangierten Melodien und catchigen Riffs („Brewster“), mit humorvollen und bissigen („Cheshire Cat“), aber auch gefühlvollen Texten („What You Could´ve Won“) und fügen ab und an eine Prise Ska („Last Bus“) hinzu und voila: eine hervorragend mundende, nimmersättigende und delikate Suppe ist zubereitet, die schneller als man glaubt, zum Lieblingsgericht für Wochen wird.

Es bleibt also nur noch zu sagen "Well Well Well" done und guten Appetit. (Steffen Lehmann, Radio Q)

VÖ: 27.10.2006

Band: http://www.milburnmusic.com | Label: http://www.universal-music.de

Anspieltipps

  • Brewster, #10
  • Cheshire Cat, #6
  • Send In The Boys, #3
  • Lipstick Lickin´, #6
  • What You Could´ve Won, #11

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