Silberling der Woche

Jede Woche verleihen wir ihn neu: den Silberling der Woche. Unter zig frischen Silberlingen, die jede Woche auf den Markt kommen, auserwählt nach einem bestimmten Regelwerk. Zum Silberling kann ein Album nur in der Woche der Veröffentlichung werden oder eine Woche davor oder danach. Bei der Auswahl achten wir auf die „gesunde“ Mischung. Jeder Style ist möglich. Der „Nachwuchs“ kommt ebenso zum Zuge wie die „Großen“. Im Westen ist der Silberling seit Herbst 2001 tägliches Programmelement bei den CampusRadios NRW und den PartnerRadios.

Silberling der Woche 17/2003

Albumcover

Goldfrapp
Black Cherry

Als im Herbst 2001 „felt montain“, das debutalbum des duos Will Gregory und Alison Goldfrapp auf den Markt kam, hörte man von Fans und Kritikern oft Vergleiche mit FilmSoundtracks. Eine Namhafte Musikzweitschrift wagte sogar zu behaupten, daß Goldfrapp versuchten, einen BondSoundtrack zu schreiben.
Ob das stimmt soll mal dahingestellt sein, aber Fakt ist, das auf „felt mountain“ viel mit filmischen Elementen gearbeitet wurde. Getragene Elektrosounds mit streichersamples, und Alison Goldfrapps mal säuselnder, mal emphatischer Powerstimme. Das ließ schon mal eher an „Goldfinger“ als an Godfrapp erinnern.
Jetzt sind sie mit ihrem Neuen Album „Black cherry“ am start, und hier wird dann der gediegene James bondklassiker zum coolen musikvideo. Die Hauptdarstellerin: ALISON GOLDFRAPP!

Während die Sounds auf „Felt mountain“ ausgeklügelt und diszipliniert klangen, wirkt „black cherry“ eher spielerisch. Aber was viel wichtiger ist, wir lernen eine ganz andere alison goldfrapp kennen. Die frontsängerin wirkt nicht mehr unnahbar und scheu, sondern scheint ihren lang aufgestauten Gefühlen freien Lauf zu lassen. Die Single „Train“ klingt wie ein Gedicht an die freiheit. IN „Black cherry“ wirkt Alison wie ein kleines mädchen daß Liebeskummer hat, und bei „Twist“ wird sie zum liebeshungrigen Vamp.

„Ich hatte immer probleme meine Gefühle zu zeigen. Sogar mir selber gegenüber find ichs schwer. Vielleicht hab ich auf dem album ein Bißchen damit angefangen“, sagt Alison selbst. „Es ist schwer darüber zu reden, aber eins weiß ich: Irgendwann muss das alles mal raus.“

Stellt sich nur die frage, wie man dieses Musikvideo live rüberbringen soll. Um so ein Lied wie „Twist“ zu performen, könnte man sich Madonna oder Donna Summer vorstellen. Alison selbst ist sich noch überhaupt nicht klar, wie das gehen soll: „Ich hab überhaupt keine Ahnung. Als ich diesen Song aufgenommen habe, wollte ich einfach nur meine emotionen rauslassen. Aber da war ich im Studio, und nicht vor tausenden von Leuten. Was ich live draus machen werde, weiß ich wirklich nicht, und ehrlich gesagt, hab ich auch ein Bißchen Schiss davor. Ich bin eigentlich immer schüchtern, und weiß nie so recht, wie ich etwas richtig ausdcrücken soll, und bei Gefühlen ist das noch viel schwieriger.“

Auf jeden Fall ist „Black cherry“ eine Weiterentwicklung. Nicht nur im Bezug auf das debutalbum, sondern auch im Bezug auf elektroSounds. Goldfrapp setzen weder auf Kopien alter 80erSounds, noch auf überhapt ihrgendwelche kopien.
Es geht eher ums experimentieren mit Alisons stimme, und den Sounds.
Den Erfolg kann man jetzt schon sehen. Die Single „train“ stieg gestern(Sonntag 20.04.03) von 0 auf 23 in die Englischen top40 ein.

(Text: Amy Zayed, CampusRadios NRW)

Anspieltipps

  • Di: Train
  • Mi: Twist
  • Do: Deep honey
  • Fr: black cherry

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