Silberling der Woche

Jede Woche verleihen wir ihn neu: den Silberling der Woche. Unter zig frischen Silberlingen, die jede Woche auf den Markt kommen, auserwählt nach einem bestimmten Regelwerk. Zum Silberling kann ein Album nur in der Woche der Veröffentlichung werden oder eine Woche davor oder danach. Bei der Auswahl achten wir auf die „gesunde“ Mischung. Jeder Style ist möglich. Der „Nachwuchs“ kommt ebenso zum Zuge wie die „Großen“. Im Westen ist der Silberling seit Herbst 2001 tägliches Programmelement bei den CampusRadios NRW und den PartnerRadios.

Silberling der Woche 48/2001

Albumcover

Dover
I Was Dead For 7 Weeks...

2 Jahre habe ich nun auf das neue Album dieser Band gewartet. Songs wie „DJ“, „Cherry Lee“ oder „Me And My Mulón” haben mich sofort in das Dover Universum schleudern lassen. Mit jedem Konzert haben sie sich mehr und mehr Fans erspielt. Das liebe und schätze ich an der Band.

Die aktuelle Single „King George“ versprach mir auch wieder ein gutes Album. Vielleicht lag an den Spannungen zwischen Dover und ihrem Produzenten Barret Jones, vielleicht aber auch an dem Ort Los Angeles, wo sie nicht die beste Zeit verbracht haben, vielleicht lag es aber auch an Dover selbst, dass das Album so geworden ist.

Wenn man das Album nur oberflächlich hört wird einem kaum was auffallen. Rockig ist das Album allemal. Nehmen wir zum Beispiel das nach vorne gehende „Recluser“ oder den Opener „My Secret People“. Das sind alles Songs, die man von Dover erwartet und die nicht sonderlich überraschen.
Doch wenn man einmal genauer hinhört, wird ein jeder merken, „Ups was ist das!“
Hier ein Country-Intro („King George”), Jimi Hendrix Anleihen im Schlussteil von „Surrender“ oder aber traurige Gitarrenballaden („Big Mistake“, „Cold“).

Da vollziehen Dover einen weiteren Schritt in Richtung ausgefeilteres Songwriting und Stilvielfalt. Das mach die Platte so spannend.

Daß es dem Publikum gefällt, zeigt ihr Heimatland Spanien. Dort erschien das Album schon am 17.September und verkaufte innerhalb einer Woche 100.000 Einheiten, das heißt Platin.

Ein düsteres Album, dass irgendwie lebendig klingt und mir viel Freude bereitet.
„I’m not cold anymore, I have learned“ heißt es im vielleicht schönsten Song („Cold“) des Albums. Ein Zeichen für Reife? Wie dem auch sei, wird Dover mit dieser Scheibe hoffentlich ganz Europa erobern und nicht nur den Spaniern so richtig abräumen. Die Band, die nicht nur sympathisch rüberkommt, sondern es auch ist, hat es durchaus verdient. Bei dem nächsten Konzert werden die Vier es wieder unter Beweis stellen und den nächsten Fan für sich gewinnen, da bin ich mir ganz sicher...

(Text: Guido Bülow, hochschulradio 97.1)

Homepage: www.dovercametome.com

Label: www.emimusic.de

Discographie:

Sister – 1995

Devil Came To Me – 1997

Late At Night - 1999

Anspieltipps

  • MO: King George (5)
  • DI: Big Mistake (6)
  • MI: Surrender (9)
  • DO: My Secret People (1)
  • FR: The Weak Hour Of The Rooster (3)

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