Silberling der Woche

Jede Woche verleihen wir ihn neu: den Silberling der Woche. Unter zig frischen Silberlingen, die jede Woche auf den Markt kommen, auserwählt nach einem bestimmten Regelwerk. Zum Silberling kann ein Album nur in der Woche der Veröffentlichung werden oder eine Woche davor oder danach. Bei der Auswahl achten wir auf die „gesunde“ Mischung. Jeder Style ist möglich. Der „Nachwuchs“ kommt ebenso zum Zuge wie die „Großen“. Im Westen ist der Silberling seit Herbst 2001 tägliches Programmelement bei den CampusRadios NRW und den PartnerRadios.

Silberling der Woche 42/2003

Albumcover

Death Cab for Cutie
Transatlanticism

Tusch!!! This is the new Year! Dabei ist doch erst Oktober? Also was soll das nun, mag sich der geneigte Leser fragen. Zur Erklärung: Dies ist der Startschuß der neuen Death Cab for Cutie Platte. Zwei Jahre hat es nur gedauert bis der Nachfolger von "Photo Album" endlich da ist. Erst Anfang des Jahres gab eine Platte von Sänger Gibbard, der bei "The Postal Service" gesungen hat. Untätig waren sie also nicht und haben hiermit nun ein Meisterwerk serviert. Ja, ich möchte mich da schon festlegen.
Die Platte wird mich nicht nur jetzt und hier begleiten, sondern auch noch die nächsten Jahre. Das ist soweit klar. Aufgrund ihrer grenzenlosen Schönheit und klarer Melodien, dadurch eher teilweise düster wirkenden Stimmung, werden viele erstmal sagen: Ach, die paßt aber gut in den Herbst. Aber die Platte wächst und findet ihren Platz auch im Winter, im Frühlung, ja sogar im Sommer. Am deutlichsten kann man diesen Prozeß im epischen Transatlanticism hören und auch nachvollziehen. "I need you so much closer! So come on!" Klingt im ersten Moment harmlos, ist aber der Text des Stückes und entfaltet eine wahnsinige Wirkung auf den Hörer. Man möchte schreien, lachen, weinen, tanzen oder einfach nur träumen. So einfach kann Musik sein!

Ich muß lange überlegen, welche Platte zuletzt oder jemals schon solche Emotionen bei mir hervorgerufen hat - mir fällt nichts ein. Eine unbeschreibliche Leichtigkeit und Schönheit, die einem den Alltag versüßt und in jeder emotionalen Stimmung einfach ihren Platzt findet. Was macht diese Band anders als so viele andere? Vielleicht diese unglaubliche emotionale (da ist das Wort schon wieder!) Stimme von Gibbard? Vielleicht das großartige Songwriting? Vielleicht ist es diese Symbiose von klassischen Rockinstrumenten und einen Klavier? Einfach aber sehr effektiv. Laut Plattenfirma darf man sowas auch wieder machen und wird nicht gleich dafür ausgelacht. *grins* Ich denke, es ist einfach eine Kombination aus all dem, die einen fesselt. Irgendwo im Netz habe ich dann auch einen schönen Satz gefunden: "Wäre ich Muttersprachler, hätte ich meine amerikanischen Tomte gefunden, so einen musikalischen Freund, der nie deprimiert, sondern euphorisiert und beeindruckt." Eine passendere Heimat hätten Death Cab for Cutie also nicht finden können. Nun also auch endlich ohne Probleme bei uns in den hiesigen Plattenläden erhältlich. GHVC sei Dank! Fehlt zum vollendeten Glück nur noch eine Tour. Na, warten wir es mal ab!

(Guido Bülow, hochschulradio Düsseldorf 97.1)

KÜNSTLER: www.deathcabforcutie.com

LABEL: www.ghvc.de

Anspieltipps

  • The New Year #1
  • Title and Registration #3
  • Expo ´86 #4
  • Tiny Vessel #5
  • Death of an Interior Decorator #9

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