Silberling der Woche

Jede Woche verleihen wir ihn neu: den Silberling der Woche. Unter zig frischen Silberlingen, die jede Woche auf den Markt kommen, auserwählt nach einem bestimmten Regelwerk. Zum Silberling kann ein Album nur in der Woche der Veröffentlichung werden oder eine Woche davor oder danach. Bei der Auswahl achten wir auf die „gesunde“ Mischung. Jeder Style ist möglich. Der „Nachwuchs“ kommt ebenso zum Zuge wie die „Großen“. Im Westen ist der Silberling seit Herbst 2001 tägliches Programmelement bei den CampusRadios NRW und den PartnerRadios.

Silberling der Woche 45/2003

Albumcover

Dashboard Confessional
A Mark, A Mission, A Brand, A Scar

Das neue Album des (zumindest in den USA) Emo-Superstars Chris Carraba überrascht mit einer Wendung des musikalischen Stils von Dashboard Confessional. Vergleicht man "A Mark, a Mission, a Brand, a Scar" mit den beiden Vorgängeralben "SwissArmy Romance" und "The Places You Have Come To Fear The Most" hört man deutlich mehr Drums, mehr Bass und es gibt sogar ein paar elektrische Gitarren. Mit anderen Worten hat sich das Akustik-Projekt des Chris Carraba zu einer Bandeinheit entwickelt.

Nichtdestotrotz steht Lead Sänger Carraba immernoch im Zentrum des Geschehens und gibt einmal mehr einen Teil seines außergewöhnlichen Sanges- und Songwritertalentes zum Besten. Jeder einzelne Song ist immer noch so gesungen, als ob sein Leben davon abhinge und textlich fühlt man sich wie in sein Tagebuch versetzt, so offen, ehrlich und leidenschaftlich sind die Texte von Dashboard Confessional. Beginnend mit dem schon altem, aber etwas verändertem Song "Hands Down" über "Am I Missing", dem treibenden "Carve Your Heart Out Yourself" bis hin zur ruhigen Ballade "Several Ways To Die Trying" spürt man die Leidenschaft und kann nicht anders als lauthals mitsingen. Mit anderen Worten: Dashboard Confessional sprechen aus dem Herzen. Und das keineswegs klischeehaft oder überzogen.

Das spiegelt sich auch im Erfolg des gelernten Lehrers Carraba wider, den er mit Dashboard Confessional in den USA schon seit einiger Zeit hat. Ausverkaufte Hallen, Kids, die jede Zeile mitsingen können, und sogar Plazierungen in den amerikanischen Billboardcharts. Mit einer Vergangenheit in der Hardcoreszene, z.B. als Sänger der Vacant Andys und der Emorockband Further Seems Forever, und seiner Treue zum Hardcore Label Vagrant doch ein ziemlicher Erfolg, der bezeugt, dass Dashboard Confessional sich schon lange nicht mehr nur allein in die Herzen der Hardcore- oder Emokids spielt.

Auch der Wechsel vom reinen Akustik-Projekt zur Bandeinheit mit "A Mark, a Mission, a Brand, a Scar" tut dem Zauber dieser Band keinen Abbruch. Im Gegenteil, dadurch werden Dashboard Confessional wohl noch mehr Leute begeistern können. Vielmehr noch, der emotionale und an den Unterarmen komplett tätowierte Leadsänger Chris Carraba, der mit seiner Haartolle ein wenig an James Dean erinnert, wird in manchen Kreisen schon als neuer Schwiegersohntraum von Müttern gehandelt.

(Text: Sarah Shokouhbeen, hochschulradio düsseldorf)

KÜNSTLER: www.dashboardconfessional.com

LABEL: www.vagrant.com / www.motor.de (Deutschland)

Anspieltipps

  • "As Lovers Go", # 3
  • "Am I Missing", # 7
  • "Hands Down", # 1
  • "Carve Your Heart Out Yourself", # 9
  • "If You Can`t Leave It Be, Might As Well Make It Bleed", # 12

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