Silberling der Woche

Jede Woche verleihen wir ihn neu: den Silberling der Woche. Unter zig frischen Silberlingen, die jede Woche auf den Markt kommen, auserwählt nach einem bestimmten Regelwerk. Zum Silberling kann ein Album nur in der Woche der Veröffentlichung werden oder eine Woche davor oder danach. Bei der Auswahl achten wir auf die „gesunde“ Mischung. Jeder Style ist möglich. Der „Nachwuchs“ kommt ebenso zum Zuge wie die „Großen“. Im Westen ist der Silberling seit Herbst 2001 tägliches Programmelement bei den CampusRadios NRW und den PartnerRadios.

Silberling der Woche 35/2002

Albumcover

Coldplay
A Rush Of Blood To The Head

Ende 2000 veröffentlichte die Britische Band um Sänger Chris Martin ihr Debütalbum „Parachutes“. Das Album schoß nicht nur gleich auf Anhieb auf die Spitze der Englischen Charts, sondern Coldplay avancieten zur Vorzeige-Band des sogenannten „new accoustic movements", ein Trend, der sich auch 2001 mit Bands wie Starsailor und Turin Brakes fortsetzte.

Zwar ist der „new accoustic movement“ jetzt so gut wie vorbei, aber Coldplay sind nicht totzukriegen. Ihre aktuelle Single „in my place“ landete auf no3 in England, und schon jetzt häufen sich die Bestellungen für das Neue Album in ganz Europa.

„a rush of blood to the head“ knüpft genau da an, wo „Parachutes“ aufgehört hat, ohne noch mal den ganzen alten Kaffee aufzubrühen. Coldplay sind jetzt nicht plötzlich zur schrebbeligen Rockband mutiert, aber ihre Songs nehmen eine andere Richtung an. Mal könnte man meinen, Chris Martin sitzt am Lagerfeuer, und spielt uns was auf der Akustikgitarre vor, mal experimentieren sie mit Synthesizern, und klingen schon fast elektronisch.

Auch live haben sich Coldplay entwickelt. Wer im Letzten Jahr das Glück hatte sie zu sehen (viele waren das bestimmt nicht, denn coldplay haben alle Rekorde im Absagen von Konzerten gebrochen) mag sich an die schüchternen Briten erinnern, die einen Song nach dem anderen runterspielten. Chris sah verträumt in die Menge, machte aber kaum den Mund auf, außer wenn er sang. Diese Zeiten sind vorbei. Chris Martin hat Ausstrahlung, und die weiß er jetzt auch zu nutzen. Er erzählt jetzt Geschichten und flirtet fleißig mit den weiblichen Fans.

Hinter dem Showman steckt allerdings ein kleiner Perfektionist. In einem Interview erklärte Chris Martin, daß er bei den Aufnahmen des Album alle anderen fast schon ein wenig schikaniert hätte, weil er seine Vorstellungen verwirklichen wollte.

Privat kennt ihn kaum jemmand von seinen Fans. Die Geschichten, die er auf der Bühne erzählt, haben wenig von ihm selbst. Aber daher rührt wahrscheinlcih auch der Reiz der Mädchen die ihm während der Konzerte, sehnsüchtige Blicke zuwerfen.

(Text: Amy Zayed, Herz 87.9, Bielefeld)

HOMEPAGE: www.coldplay.com / LABEL: www.emimusic.de

Anspieltipps

  • in my place
  • god put a smile upon your face
  • politik
  • whisper
  • warning sign

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