Silberling der Woche

Jede Woche verleihen wir ihn neu: den Silberling der Woche. Unter zig frischen Silberlingen, die jede Woche auf den Markt kommen, auserwählt nach einem bestimmten Regelwerk. Zum Silberling kann ein Album nur in der Woche der Veröffentlichung werden oder eine Woche davor oder danach. Bei der Auswahl achten wir auf die „gesunde“ Mischung. Jeder Style ist möglich. Der „Nachwuchs“ kommt ebenso zum Zuge wie die „Großen“. Im Westen ist der Silberling seit Herbst 2001 tägliches Programmelement bei den CampusRadios NRW und den PartnerRadios.

Silberling der Woche 02/2007

Albumcover

Clipse
Hell Hath No Fury

Gangsta-Rap und Virginia? Wie das zusammenpasst, beweisen die Brüder Gene und Terrence Thornton aka Malice und Pusha T. Ursprünglich aus der New Yorker Bronx stammend, entschieden sie sich Anfang der Achziger Jahre für die Provinz im Süden der USA. Abseits der Hektik des Big Apple enstand 1993 das Duo Clipse. Der große Erfolg ließ jedoch auf sich warten. Genauer gesagt bis 2002, als das Album "Lord Willin´" erschien.

Jetzt, vier Jahre nach ihrem Durchbruch ist ihr neues Album "Hell Hath No Fury" draußen. Und das ist dunkler, härter und agressiver als sein Vorgänger. Mit Hilfe der Beats von Pharell Williams und Chad Hugo, besser bekannt als die "Neptunes", ist ein prägnantes und direktes Hip-Hop Meisterwerk entstanden. Obwohl nur knapp 50 Minuten lang, haben die zwölf Tracks dem Produzententeam alles an Kreativität abverlangt, was sie zu geben hatten. Clipse haben sich der Herausforderung, guten HipHop zu machen, ohne dabei zu sehr Mainstream zu werden, gestellt und das ist ihnen definitiv gelungen.

Hervorstechendstes Merkmal von “Hell Hath No Fury” ist seine Vielfältigkeit. Kein Track ähnelt dem anderen. So ist die Singleauskopplung "Mr. Me Too" featuring Pharell Williams zwar der massentauglichste aller Songs, fügt sich aber trotz dessen in die abwechlungsreiche Tracklist gut ein. Denn neben den punchlastigen, tiefbassigen Songs des Albums werden auch wie in den Songs "Hello New World" und "Nightmares" ruhigere Töne angeschlagen, bis bei “Ride Around Shining” gar abwegig freischwingende Pianosounds geloopt werden. All in all ist das Album unangepasst, hart, roh und vor allem authentisch. Und genau darum geht es ja schließlich bei Gangsta-Rap. Dazu noch die einzigartig pointierten Beats der Neptunes und schon Anfang des Jahres ist eines der besten HipHop Platten 2007 auf dem Markt.

Und weil "Hell Hath No Fury" so überragend ist, hat sich das größte europäische HipHop -Magazin Juice zu einer ungewöhnlichen Bewertung hinreißen lassen: Clipse ist der erste internationale Act, der mit der maximal möglichen Anzahl von sechs Kronen bedacht wurde. Ein guter Einstieg ins neue Jahr! (Vicky Gabriel, CT das radio)

VÖ: 12.01.2007

Künstler: http://www.clipseonline.com | Label: http://www.rcarecords.com

Anspieltipps

  • Mr. Me Too (Feat. Pharell Williams), # 3
  • Mommy Im So Sorry, # 2
  • Wamp Wamp (What It Do) (Feat. Slim Thug), # 4
  • Hello New World, # 7
  • Nightmares, # 12

Hier könnt Ihr Clipse: Hell Hath No Fury - Silberling der Woche 02/2007 sofort bestellen: amazon.de

Archiv aller Silberlinge

radiobar