Silberling der Woche

Jede Woche verleihen wir ihn neu: den Silberling der Woche. Unter zig frischen Silberlingen, die jede Woche auf den Markt kommen, auserwählt nach einem bestimmten Regelwerk. Zum Silberling kann ein Album nur in der Woche der Veröffentlichung werden oder eine Woche davor oder danach. Bei der Auswahl achten wir auf die „gesunde“ Mischung. Jeder Style ist möglich. Der „Nachwuchs“ kommt ebenso zum Zuge wie die „Großen“. Im Westen ist der Silberling seit Herbst 2001 tägliches Programmelement bei den CampusRadios NRW und den PartnerRadios.

Silberling der Woche 13/2003

Albumcover

The Ataris
So Long Astoria

The Ataris - das sind: Kris Roe (Lead Vocals/ guitar), Johnny Collura (guitar/ vocals), Mike Davenport (bass/ vocals) und Chris "Kid" Knapp (Drums). Die Band wurde 1997 gegründet, als Songwriter Kris Roe dem Bassisten von den Vandals und Kung Fu Records-Chef Joe Escalante ein Demotape zuschob. Als Roe von Anderson in Indiana nach Santa Barbara in Kalifornien umzog, setzte er das Ataris Line-Up zusammen und nahm den ersten Longplayer "Anywhere But Here" für Kung Fu auf. Anschließend machten die Ataris die EP "Look Forward To Failure" (1998, Fat Wreck Chords), wie auch die Kung Fu-Folgealben "Blue Skies, Broken Hearts "Next 12 Exits" (1999) und "End Is Forever" (2001), von denen sich jedes in den USA mehr als 100 000 Mal verkaufte und auch ähnliche Verkäufe im Rest der Welt erreichte.

Nach 2 Jahren Pause steht nun also die Veröffentlichung des Major Debuts an, welches es auf 13 Songs (zzgl. 2 Bonustracks) bringt und eine Coverversion des Don Henleys 80s Klassikers „Boys of Summer“ enthält.
Beim ersten Durchhören der Platte fällt auf, daß die Jungs zu ihren Wurzeln zurückgefunden haben und straighten Punkrock verkörpern. Hinzugekommen ist auch ein Schuß Popappeal, der sich besonders in dem wunderschönen Track „The Saddest Song“ entfaltet und auch sonst immer wieder durchschimmert.

Das Album handelt viel von dem Thema Erinnerungen, welches sich wie ein roter Faden durch das neue Werk zieht. Inspieriert wurden die Ataris dabei von einem Konzept, daß Punk-Pionier Richard Hell in seinem Roman „Go Now“ entwarf. Das Thema: Erinnerungen verändern das Gedächtnis, das sich seinerseits aus Ehrfahrungen zusammensetzt. Auf dem neuen Album geht es aber nicht nur um Erinnerungen, die in den Lyrics behandelt werden, sondern auch im Artwork wird das Albumkonzept sichtbar. Photographien halten Erinnerungen fest, können auch noch ein wenig das Innere der Band aufzeigen und dem Betrachter die Impressionen der Band vermitteln.

Produziert hat das Werk im übrigen Lou Giordano, nachdem man von Mark Trombino (u.a. Jimmy Eat World) eine Absage erhalten hatte. Kein Wunder also, daß das „So long, Astoria“ wieder härter ausgefallen ist, hat Lou doch zuletzt mit u.a. Millencolin gearbeitet.

Nehmt euch also ein wenig Zeit für das Album: Musik hören und Photos gucken, dann taucht Ihr ein in den Kosmos der Ataris.

(Text: Guido Bülow, Hochschulradio Düsseldorf 97,1)

KÜNSTLERPAGE: www.theataris.com / LABEL: www.sonymusic.de

Anspieltipps

  • In this diary (Track 3)
  • Unopened Letter to the world (Track 5)
  • So long, Astoria (Track 1)
  • The saddest song (Track 6)
  • The hero dies on this one (Track 8)

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