Konzertschau

New Found Glory | Paramore - Köln, Underground
15. Februar 2008

Freitag Abend, es ist der 15.Februar 2008. Die Abendkasse im Kölner Underground blieb zu, denn die Show war restlos ausverkauft. Das wundert aber nicht, denn an diesem Abend standen zwei ganz große, aufstrebende Bands auf der Bühne. New Found Glory aus San Diego und Paramore aus Franklin/Tennessee.

Doch wer denkt Paramore sind nur Support, der irrt. Die Bandmitglieder, alle um die 20 Jahre alt, kamen mit ihrem zweiten Album „Riot“ zu uns und können auch Live Erfahrung vorweisen (spielten z.B. letztes Jahr auf der Warped Tour). Die Band konnte das Publikum sofort begeistern, die meisten Besucher kannten schon die Band und machten den Eindruck als hätten sie Jahre auf sie gewartet. Das bewies der kreischende Applaus nach jedem Song. Musikalisch können wir die junge Band um Sängerin Hayley Williams irgendwo zwischen Distillers und Juliette And The Licks einordnen. 45 Minuten Spass-Punkrock sorgten für gute Laune. Wir sollten die Band im Auge behalten, die können noch einiges...

Nach einer kurzen Umbaupause war es dann aber soweit. New Found Glory betraten die Bühne und legten direkt los mit dem Song „All Downhill From Here“. Was danach folgte war ein Mix aus allen Alben der Band, natürlich mit starker Priorität der Songs aus dem letzen Album der Kalifornier: „From The Screen To Your Stereo 2“, auf dem bekannte Kinosongs gecovert wurden. Daraus spielten sie zuerst den Song „It Ain´t Me Babe“, später auch noch „Kiss Me“. Von den älteren Songs waren „Hit Or Miss“ und „Forget My Name“ am herausragendsten . Auf der Bühne gaben New Found Glory alles, sie spielten, liefen, sprangen, kletterten mit Gitarren an Stangen herum, klammerten sich an die Decke. Kurz gesagt: Der Laden bebte. Schade war nur, dass es keine Zugabe gab. Das lag aber wohl daran, dass die Band sehr viele Songs gespielt hat und ihr die Zeit ausgegangen ist. So ließ man kurz das Licht ausgehen und wollte es so aussehen lassen als würde die Band von der Bühne gehen. Kurz danach Sprang das Licht wieder an, und es kam der letzte Song „My Friends Over You“ und es sprangen alle 400 Besucher gleichzeitig bis an die Decke. Eine unglaubliche Live Band, unbedingt zu empfehlen. (Martin, hochschulradio düsseldorf)

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