Konzertschau

My Chemical Romance - Bochum, Zeche
30. August 2005

Schon seit Ewigkeiten hatte ich mich auf diesen Abend gefreut und natürlich dem entsprechend auch riesig große Erwartungen… Und ganz ehrlich gesagt, war ich platt, denn meine Erwartung wurden vollkommen übertroffen. Ich denke am logischsten ist es, das Konzert mit Gerad Ways Lieblingsworten zu beschreiben, schlicht und ergreifend einfach „fucking good“.

Da aber, wie jeder weiß, so ein Konzertabend nicht mit dem Hauptact anfängt, kommen wir erst einmal zur Vorband.
Trommelwirbel. Die Vorband.

Leider traf die Aussage des Fronters „Ihr seid so geil!!“, welche er ungefähr 5 mal (!) nach jedem (!) Song, der nicht ganz so begeisterten Menge entgegen schrie, nicht wirklich auf ihn und seine Band zu. Weitere Minuspunkte gab es für die Kieler „Punkrocker“ wegen einer gewissen Unhöflichkeit. Sie hatten es nämlich nicht mal nötig kurz zu erwähnen wer sie eigentlich sind. Klar habe ich keine Vita erwartet, allerdings könnte man doch von so einer „Lokalband“ erwarten, dass sie sich vorstellt . Ich meine ja nur weil sie weder auf den Tickets, noch in irgendwelchen Veranstaltungstipps genannt wurde. Na ja, ich habe dann mal angefangen um mich rumzufragen, wie die heißen - vergeblich! Hätte My Chemical Romance nicht der Band für ihr Vorspiel gedankt, wüsste ich’s wahrscheinlich bis heute nicht. Na gut, die Band heißt One Fine Day, kennt man eines ihrer Lieder, kennt man alle. Daher kommen wir auch ganz fix zum Hauptact.

Riesiger Trommelwirbel, natürlich inklusive Becken- und Paukenschläge. MY CHEMICAL ROMANCE.

Los ging es mit dem Burnertrack „I’m not ok (I promise)“, was die Menge direkt vollkommen zum ausrasten brachte. Kaum zu glauben, doch es gab noch Steigerungen. My Chemical Romance hauten einen Hit nach dem anderen raus: „You know what they do to guys like us in prison”, “The ghost of you”, sowie aus dem ersten Album “Honey, this mirror isn´t big enough for the two of us”.

Man muss es ihm wirklich lassen, der talenierte Sänger Gerard Way hat es förmlich raus mit der Animation. Was gar nicht so ein großer Zufall ist, da er vor seiner Karriere als Musiker, einige Zeit in New York als Animateur arbeitete. Er motivierte das Publikum mit Sätzen wie “I wanna see you fucking dance” so sehr, dass ich schon befürchtete, dass die Zeche jeden Moment auseinander bersten könnte.
Nach 50 Minuten nahm der Abend leider ein sehr schnelles Ende, doch zuvor gaben die 5 Jungs aus Newark, noch eine Zugabe mit zwei Liedern, die jeweils eine kleine düstere, emotionale Geschichte erzählen: „Cemetery Drive“ und „Helena“.

Abschließend muss ich noch loswerden, dass mir kein anders Konzert jemals ein so großes Vergnügen bereitet hat, wie dieses. Daher möchte ich mich hiermit ganz herzlich bei der Band, den Fans, der Zeche und natürlich CT das Radio - da sie das Konzert präsentierten - bedanken.

(Bianca Schacht, CT das Radio)

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