Konzertschau

Movin Karma - Dortmund, Bakuda Club
10. März 2005

Ich wurde heute Zeuge einer kleinen Sensation und einer großen Überraschung. Beides war dasselbe Ereignis: das Konzert von Movin’ Karma im Bakuda Club in Dortmund.
Movin’ Karma, ein Name, den man jetzt nicht unbedingt kennt, aber daher rührt ja hier die Sensation. Diese Band hat ein Händchen für Songwriting, das konnte auch der zunächst breiige Sound nicht verstecken. Ein Wahnsinn! Zu hören gab es die Art von Rockmusik, zu der man ganz grandios tanzen kann, mit Melodie und nem gottverdammt großen Mitreißfaktor. Auf der Bühne: zwei Gitarren, Bass, Keyboard, Schlagzeug und Gesang, großes Ballett! Und was diese Band neben ihrer Musik jetzt schon wunderbar beherrscht, ist die Interaktion mit dem Publikum. „Klatscht alle diesen Rhythmus mit!“ und alle tun’s. Zugegeben, alle außer mir. Ich klatsche nämlich aus Prinzip auf Konzerten nicht mehr während eines Songs mit. Nie mehr! Das hat einen guten Grund. Eines Tages werde ich wahrscheinlich meiner besten Freundin und einer bekannten deutschen Band einen größeren Geldbetrag zukommen lassen müssen, um diesen Grund zu vergessen…
Ebenso beeindruckend war aber auch die generelle Spielfreude der gesamten Band und die Bühnenpräsenz von Sänger Benjamin. Für alle, die Vergleiche brauchen um die Vorstellungskraft anzukurbeln, sei Rob Harvey von The Music genannt. Grandios!

Mitte des Jahres werden Movin’ Karma dann ins Studio gehen (ins Augsburger Echolot Studio um genauer zu sein) um einen neuen Longplayer einzuspielen und auf den darf man dann schwer gespannt sein. Was live so harmoniert kann und darf auf Platte dann einfach nicht schlecht sein. Bleibt also nur zu hoffen, dass ein feines Label auf diese Band aufmerksam wird und das Karma dann bald in der gesamten Republik verteilt!

Auf sein Karma soll man ja generell ein Auge haben, ich empfehle aber, auch ein Auge auf Movin’ Karma zu schmeißen, da geht noch einiges! So hieß es in einem Song „I Can Say Words Without A Sound“. Jungs, ihr braucht auch nichts zu sagen, denn Euer Sound spricht für Euch! (Kristina Budde, eldoradio*)

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