Konzertschau

Heimspiel Open Air (Festival) - Meschede
24. Juli 2004

Als Ruhrpottmensch schaut man ja immer eher geringschätzig auf das Sauerland hinab. Umso erstaunter bin ich, dass das Sauerland insbesondere die Stadt Meschede mit dem Heimspiel Open Air ein fesches Ein-Tages-Festival auf die
Kette gekriegt hat. Als Headliner Mia und Die Sterne, da kann ja nix mehr schiefgehen. Leider erfuhr ich vor Ort, dass Die Sterne krankheitsbedingt absagen mußten aber das tat der Stimmung vor Ort keinen Abbruch. Unter uns gesagt war ich ja eh nur für die drei Japaner von Electric Eel Shock nach
Meschede gereist.

Im Backstagebereich stellte ich dann fest, dass Japaner zu den wohl nettesten und witzigsten Menschen gehören. Und dann hab ich da auch noch was über Vogelbücher gelernt, aber lassen wir das. Nachdem ich backstage mir Hackfressen aus deutschen Daily Soaps anschauen mußte, führte mich der Weg vor die Bühne, um mir The Roolettes aus England anzugucken. Hatten auf der Danko Jones Tournee gespielt aber einige Gin Tonics hielten
mich in Dortmund davon ab mir diese Band anzuschauen. Die Rooletten lieferten feinen Rock ´n´ Roll, schick durchtrainierte Oberarme und charmante Ansagen auf Deutsch, also alles was das Frauenherz begehrt.

Nach einer unbekannten Band ging es dann endlich los: Die Eel Shocks stürmten die Bühne und nachdem die Mission ´Electric Eel Shcok live´ meinerseits dreimal gescheitert war, kam ich diesmal in das unbändige Vergnügen. ´Do the Metal´ war der Schlachtruf der Minute und 45 Minuten später war ich ein noch
größerer Fan dieser japanischen Metal-Monster als ich es eh schon war. Und nicht nur mir erging es so.

Nach diesem Gig war das Open Air dann aber auch für mich gelaufen. Mia legten los und Mieze sprach ihren ganz großen Respekt für Electric Eel Shock und ein ´Double Peace´ aus, während ich langsam Richtung Ausgang lief. Und eineinhalb Stunden später hat mich das Ruhrgebiet wieder. Home Sweet Home.

(Katrin Jungmann, CT das Radio)

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