Konzertschau

Dendemann - Dortmund, FZW
22. Januar 2007

Aus dem Hamburger Hause Yo Mama! kommt ein gefühlter ein-Meter-siebzig großer Mensch zurzeit auf Tour durch die deutschen Hallen und Clubs. Der Herr mit der Baseballkappe und der rauen Stimme hört auf die Namen Daniel Larusso, Diggi Dendemeier oder eben auch ganz einfach Dendemann. Daniel Larusso? Stimmt der Freestyle König, der zusammen mit DJ Rabauke das famose Duo EinsZwo bildete und auch mal die "Hand auf´s Herz" gelegt hat.

Dendemann: Heute Abend zu Gast im komplett ausverkauften FZW in Dortmund. Als Support begleiten ihn auf der "Endlich Nichtschwimmer Tour" die Dänen Static und Nat ILL. Das ausverkaufte Freizeitzentrum im Westen Dortmunds bietet den 400 HipHop-Heads Platz für die vier Stunden Live Programm, denn der Herr Dendemeier hat die Platten "Gefährliches Halbwissen", "Zwei", "DasSchweigenDilemma" und die neue Platte "Die Pfütze des Eisbergs"im Gepäck.

Nachdem Static und Nat ILL dem Dortmunder Publikum gezeigt haben, wie fein man(n) dicke Raps über die guten Klassiker Loops des Hip Hops drüber setzen kann, kam der Herr aus dem Norden Deutschlands. Mit einer feinen Mischung von Songs der neuen Platte "Die Pfütze des Eisbergs" und Songs aus den Jahren 1998 und aufwärts konnte Diggi Dendemeier beweisen, das er auch auf den Bühnen der Republik gern unterwegs ist. Selbst der Vadder von Herrn Dendemann konnte im fernen Minden hören, das er der derbste ist.

Ein euphorisch abgehendes Publikum im FZW verzieh dem rappenden Burschen auf der Bühne kleine technische Aussetzer, die durch bewässerte Mikrophone hervorgerufen wurden. Dendemann ist während seiner Raps kaum zu unterbrechen und da wird auch schon mal in das Mikro gespuckt.

Groß geworden ist Dendemann im deutschen Hip Hop mit den Rappern der Stieber Twins, von Doppelkopf, Samy Deluxe, Nico Suave und Co. Denen zollte auch er Respekt während seiner Songs. Viele im Publikum warteten aber auch auf die Songs wie z.B. "Logbuch" von den alten EinsZwo Alben. Und sie wurden im Laufe des Abends nicht enttäuscht. Dem Herren mit dem leichten Hang zum Verschlucken der Endsilben gelang eine Symbiose von alten und neuen Stücken. Deshalb gab´s auch zum Schluss des Sets selbstverständlich auch eine "Hand auf´s Herz" von Diggi Dendemeier a.k.a Daniel Larusso - dem Dendemann. (Jens Füchtenhans, eldoradio*)

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