Konzertschau

Darkness, The / The Wildhearts - Bochum, Zeche
27. Februar 2004

Lange hatte sich die gesamte Redaktion schon auf dieses Konzert gefreut und überlegt, was MANN und FRAU denn anziehen werden. Es hat sich natürlich keiner getraut in Spandex aufzulaufen, aber ich habe meine Ehre dann mit Fledermausärmeln verteidigt. Aufgrund des Schneechaos habe ich leider den Auftritt des Supports verpaßt. Die Wildhearts waren wahrscheinlich wild,
aber meine Aufmerksamkeit beschränkte sich im hinteren Teil der Halle auf die Bühne, die noch dekorativ von einem weißen Vorhang verhüllt wird.

Am Nachmittag hatten meine Kollegin Sandra und ich schon die Ehre mit Ed und Frankie zu reden und da hieß es nur, dass die Band das siebte Konzert in sieben Tagen spielt. Mal gucken ob man davon was merkt. Plötzlich taucht hinter dem weißen Vorhang eine Gestalt auf, Gitarre um den Hals und Hände in der Luft. Schon da beginnt das Publikum mitzuklatschen. Als dann der Vorhang fällt, gibt es kein Halten mehr. Es wird gekreischt was das Zeug hält, sei es aus Begeisterung, oder aber auch weil das Outfit von Justin Hawkins, dass er an diesem Abend mehrmal wechselt, einfach nur zum Kreischen ist. Spandex deluxe und das in wechselnden Farben und Ausführungen. Vom ersten Takt an beweisen The Darkness, dass der Hype um die Band gerechtfertigt ist, fetter Sound und eine geniale Lightshow, die die altehrwürdige Bochumer Zeche fast in ein Fußballstadion verwandelt.

Zwischen den einzelnen Songs gibt Sänger Justin ein Repertoire englischer Schimpfwörter zum Besten und schafft es das
Publikum so zum Lachen zu bringen. Dann endlich das Lied auf das schon alle gewartet haben ´I believe in a thing called love´, hatte es vorher schon in der Halle gebrodelt, kocht die Stimmung jetzt komplett über. Nach einer kleinen ´We will rock you´ Einlage und dem obligatorischen Crowdsurfing von Justin, dass ihn leider nicht bis zu uns geführt hat, bleibe ich mit großen Augen zurück und denke: That´s Entertainment und wer da nach einem tieferen Sinn sucht, verpaßt den wirklichen Spaß im Leben. Und den hatte wohl jeder einzelne an diesem Abend auch das relativ junge Kind, dass mit seinen Eltern da war. Für mich war es eine gigantische Show, aber ich fand The Darkness ja auch schon vorher gut.

Katrin Jungmann, c.t. - das Radio

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