Konzertschau

Auf der Maur, Melissa - Köln, Prime Club
29. März 2004

Die definitiv coolste Frau des Rockbusiness hat ein Konzert in Köln gegeben und ich war dabei!! Yeeaah!!

Als Support traten vier blasse magersüchtige Jungs auf, die sich „The Living Things“ nennen und auf Bilder von „Oberarschloch George W. Bush“ (so ihr eigener Kommentar dazu) pinkeln. Soweit keine Einwände, musikalisch kann das ja vielleicht auch noch was werden.

Und dann: die Lady, die sich bereits mit Hole und den Smashing Pumpkins in die berste Liga des Rock’n’Roll spielte und sich mit ihrem Debüt-Album auch Solo locker einen Platz ganz weit oben gesichert hat kommt auf die Bühne. Sie schreibt nicht nur wunderbare Songs, sie sieht auch noch phantastisch aus!! Stellt Euch das bloß mal vor: da kommt diese Frau mit den tollen roten Haaren in einem ultra-kurzen Minirock mit Stiefeln dazu auf die Bühne und klatscht Euch links/rechts erstmal ganz große Rocksongs um die Ohren. Wow! So cool war bisher nur Shirley Manson!!

Live gab’s dann das oben erwähnte Debüt in voller Länge (selbstverständlich in ver-änderter Reihenfolge) geboten, unterstützt natürlich durch Live-Musiker und was die Songs schon auf Platte versprachen wurde live gehalten! Ganz großes Ballett! Genaue Setlist gefällig? Ach nee, das wär’ jetzt etwas übertrieben, aber ich hab mir eine mitgenommen! ;-)

MadM selbst sagt, der Bass ist die Mutter aller Instrumente, hier war’s wohl eher das Baby; zwischendurch hat sie tatsächlich ihren Bass gepudert. Dass diese Frau ihre Musik liebt war so deutlich zu hören und zu spüren, genial. Das Publikum nahm die Atmosphäre wunderbar auf, verhalf MadM zu „Goosebumps“ und sich selbst zu einem denkwürdigen Konzert.

Und als Miss auf der Maur zur Zugabe alleine zurück auf die Bühne kam um einen Song zu singen, den sie vorher noch nie live gebracht hatte „Because I was too ashamed“ konnte sich wohl auch das Publikum über Gänsehaut freuen.

Courtney Love, so macht man das!

(Kristina Budde, eldoradio*)

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