Die Seite mit dem ABC des CampusCharts-Kosmos. Networking war schon gut, bevor es mit den „Social Networks“ richtig hot + hip wurde. Was nützt das beste Radioprogramm, wenn man ganz allein auf weiter Flur funkt? Die größere Aufmerksamkeit erreicht man am besten gemeinsam mit RadioPartnern. Und da nun mal die Musik das wichtigste am und im Radio ist, liegt es auf der Hand ein Netzwerk über die Musik zu spinnen. Wie das alles funktioniert? Diese Rubrik ist Infothek für die Möglichkeiten der Kooperation im CampusRadio-Kosmos und bietet Antworten auf manche häufig gestellte Frage. Weiter unten wird die Seite zur Ladestation für alle, die unsere Logos und Banner gebrauchen können.
CampusRadios waren Ende des alten / Anfang des neuen Jahrtausends in Deutschland ein Novum. Überall formierten sich an den Unis und FHs neue Initiaven und schafften mit ihrem Radio den Sprung auf eine UKW-Frequenz. Es war die Zeit, in der die Gewinnorientierung im Privatradio-Sektor und das panische Hinterher-Gerenne der Öffentlich-Rechtlichen gefühlt ihren traurigen Höhepunkt erreichten. Die Sender waren musikalisch konsequent durchformatiert, klangen monoton und überall gleich. Für viele stand das Radio kurz davor sich komplett überflüssig zu machen. Eine auf teuren Umfragen basierende Mini-Rotation an Titeln: Die „Mega-Hits der 80er, 90er, und das Beste von Heute im besten Mix“ – garantiert keine „Abwechslung“ mehr. Neue Titel hatten kaum mehr eine Chance, komplett neue Sounds schon mal gar nicht. Die Einführung des Privatradios hat nicht zu mehr Unterschiedlichkeit geführt wie vom Gesetzgeber in den 80er Jahren erhofft. Auch das Musikfernsehen bot keine Alternative, denn mit dem Ende von VIVA ZWEI wurde die letzte Oase für gute Musik trocken gelegt.
Die Vielfalt kam erst mit den CampusRadios zurück. Sie hauchten einem alten Radio-Gesetz neues Leben ein: Die Musik, speziell die Musikfarbe ist Einschaltgrund Nummer Eins für die Hörer. Die Musik führt zur Hörerbindung und Wiedererkennbarkeit. Aber eben nicht durch das Mitschwimmen im Mainstream, sondern durch klare Unterschiedlichkeit oder Andersartigkeit. Der Erfolg ließ nicht lange auf sich waren. Aus den vereinzelten schwarzen Schafen wurde bald eine ganze Herde. Nischen-Funk konnte man das wahrlich nicht mehr nennen. Die Hörerschaft wuchs stetig. Das belegten auch immer mehr wissenschaftliche Studien. Die Radios sprachen selbstbewusst und offen ihr Ziel aus: die Förderung der musikalischen Vielfalt und die Belebung der Radiolandschaft mit einem Musikprogramm, das rockt, das groovt, das hellhörig macht. Ein akustischer Kampf um die Rettung des Radios und die gute Musik. Es dauerte ein paar Jahre, aber dann reagierten die etablierten Sender. Sie schufen Webchannels für Spezial-Musik, erweiterten ihre Musikrotationen, neue Sender wie Motor-FM und alternative Jugendradios wie on3Radio oder FM4 wurden gegründet. Die CampusRadios ruhten nicht, sie entwickelten sich ständig weiter. Viele der unbekannteren Bands und Trends aus der Pionierzeit gelten heute als Mainstream. Und so hatten die CampusRadios ein wichtiges Ziel erreicht. Sie wurden quasi zur heimlichen „dritte Kraft“ im Land neben den Öffentlich-Rechtlichen und dem Privatfunk. Ein Grund für den Erfolg war die Zusammenarbeit. Mit ihren Netzwerken (CampusRadios NRW, campuscharts.de) wirkten die CampusRadios der Gefahr einer Zersplitterung entgegen und machten die vielfältigen Resonanzen und Erfolge erst möglich.
Die deutschen CampusRadios traten damit in die Fußstapfen ihrer Vorbilder aus den USA. Dort waren die „CollegeRadios“ bereits seit langem als Trendsetter bekannt und etabliert. Dass diese große Chance für die Musik nun auch zunehmend in Deutschland begriffen wurde, zeigt nicht zuletzt das rege Interesse der Plattenindustrie, die die Playlists der CampusRadios seit vielen Jahren durch „Music Control“ auswerten lässt. Das Ergebnis sind u.a. Listen wie die „CampusRadio-AirplayCharts“ oder die "Deutschen College Radio Charts" (DCRC). Zahlreiche Presse-Berichte belegen auch, dass die CampusRadios und insbesondere ihre Musik immer wieder Medienthema sind. Längst auch durch das innovative und immer wieder mit Preisen ausgezeichnete Wortprogramm. Da die Sender Ausbildungsradios sind, wundert es nicht, dass sich viele ehemalige CampusRadio-Mitstreiter heute um gutes, besseres Programm in öffentlich-rechtlichen Sendern oder im Privatradio kümmern, frei nach dem Prinzip der chronischen Unterwanderung.
Mit den CampusCharts wurde im Sommer 1999 in NRW der Grundstein der Zusammenarbeit unter den CampusRadios NRW gelegt. Die Charts waren zunächst nur eine Auswertungsliste unter dem eingeschränkten Tipperkreis aus Redakteuren. Mitte 2001 kam der Ausbau zu einer interaktiven Hörer-Charts-Sendung. Um allen die Möglichkeit zu geben gleichwertig mitzutippen, wurde das Online-Voting zum Prinzip gemacht. Kurz danach kam der Silberling der Woche als gemeinsames Programmelement hinzu. Nach und nach erweiterten die CampusRadios ihre Zusammenarbeit. Die CampusCharts sind damit schon Tradition und stehen wie kein anderes Feature für die RadioKooperation auf dem Campus-Sektor. So erklärt sich auch der Name dieses Portals.
Nach der erfolgreichen Zusammenarbeit in NRW häuften sich die Anfragen von CampusRadio-Machern aus anderen Bundesländern. Es war klar, eine bundesweite Kooperation würde noch mehr Resonanz bringen. Leider vergibt das Land NRW bis heute als einziges Bundesland 24-Stunden-Lizenzen an CampusRadios und schafft damit die Voraussetzung für wahrnehmbare und überlebensfähige Sender mit eigener Identität und starkem Identifikations-Potenzial. Damit war klar, die Zusammenarbeit kann nicht einfach ausgedehnt werden, da die Sender in Deutschland sehr unterschiedlich aufgestellt sind. Aber gerade weil die CampusRadios NRW 24-Stunden-Lizenzen haben, standen sie in der Plicht: der "Virus CampusRadio" konnte nur von NRW ausgehen. Für die Zusammenarbeit mit anderen Radios wurde daher ein einfaches System mit verschiedenen Stufen entwickelt, das bis heute Bestand hat. Sehr vereinfachend könnte man das System schon fast mit einer Art Franchise-Prinzip vergleichen.
Es funktioniert so:
Mitmachen können CampusRadios und freie Radios, die ähnlich strukturiert sind, ähnlich arbeiten (zentrale Wort- u. Musikredaktionen) und ähnlich klingen (durchgängige Musikfarbe) wie die CampusRadios NRW. Die Zusammenarbeit ist zudem an Voraussetzungen geknüpft: Teilnehmen können nur Sender, die möglichst tägliche Fensterprogramme auf UKW ausstrahlen. Doch auch anderen Sendern wie Kanal C in Augsburg ermöglichen wir das Mitmachen. Dort wird nur einmal in der Woche für 3 Stunden auf UKW gesendet. Damit wollen sicher stellen, dass Die CampusCharts überall in einem passenden Umfeld laufen.
In NRW allerdings gelten allerdings strengere Bedingungen: 24-Stunden-Programme auf UKW von einem einzigen "Betreiber". Der Grund hierfür liegt in der besonders engen Zusammenarbeit der NRW-Radios, die über die CampusCharts-Sendung und den Silberling der Woche hinaus geht. Diese kann nicht noch zusätzlich auf unterschiedliche interne Voraussetzungen abgestuft werden, denn das wäre nach außen nicht mehr vermittelbar.
Es bleibt den Radios der einzelnen Regionen selbst überlassen, ob sie wie die CampusRadios NRW ein bundeslandweites oder regionales Netzwerk gründen wollen. So sinnvoll das vielleicht wäre, sie können sich ebenso gut auch einzeln mit ihren neusten Meldungen auf campuscharts.de präsentieren. Eine Übernahme oder Verwendung der Charts ohne vorherige Absprache ist nicht erlaubt.
Bochum: CT das radio
Dortmund: eldoradio*
Düsseldorf: hochschulradio
Essen/Duisburg: CampusFM
Münster/Steinfurt: Radio Q
Ganz bewusst geben wir unseren Programmen ein anderes Antlitz als andere Sender. Auch wir machen eine Art Format-Programm, aber eben ein Alternatives. Ein junges, ambitioniertes und nichtkommerzielles Radioprogramm - 24 Stunden On Air: auf UKW, im Kabel und als Webradio. Werbefrei und ohne Quoten-Druck. Spartensender sind wir nicht, denn so klein ist die angebliche Nische gar nicht. Wir setzen auf undergroundige, alternative Musik, durchaus auch Sperriges und Eckiges jeglicher Couleur. Das begreifen wir als unseren musikalisch „kulturellen Auftrag“, dem wir gerne ohne Arroganz und eindimensionalen missionarischen Eifer nachkommen. Unsere Musikredaktionen spüren neue Trends auf, setzen Newcomer direkt auf Rotation. Doch auch ausgesuchte, passende Größen wie Placebo oder Madonna sind Teil des Konzepts. Zusätzlich zum generellen Musik-Format gibt es auf unseren Sendern eine Vielzahl von Spezialsendungen, die allen nur erdenklichen Musikstilen gezielt ein eigenes Forum bieten.
Das Ziel des Netzwerks: Die unterschiedlichen Radios und Formate zu vereinen ohne sie zu vereinheitlichen. Unsere Stärke liegt in der Doppelstrategie: Wahrung und Herausarbeiten der individuellen Eigenheiten und Unabhängigkeit der einzelnen Sender einerseits. Auf der anderen Seite die gezielte und enge Zusammenarbeit unter dem gemeinsamen Dach des „Musik-Netzwerks“. Für uns liegt darin kein Widerspruch. Die gemeinsamen Elemente sind starke öffentlichkeitswirksame Marken, die aber keinem CampusRadio etwas aufdrücken, denn bei 24-Stunden-Programmen machen sie unterm Strich nur einen sehr geringen Teil der Sendezeit aus. Jedes Radio bringt sich dabei ein wie es kann. Nur durch die Zusammenarbeit wird die Vielfalt in jedem einzelnen Sender und der CampusRadio-Szene insgesamt auf Dauer gestärkt. Und das gilt dem entsprechend auch für die Vielfalt in der Musik. An diese Grundidee des Music-Networks glauben wir heute mehr denn je.
Das gemeinsame Auftreten schafft nicht nur mehr Präsenz und Inhalte für alle, es steigert auch den Bekanntheitsgrad der Marke „CampusRadiosNRW – Wir sind’s!“ sowie der angeschlossenen Sender. Die mehrjährige Erfahrung im Music-Network zeigt: das alte Grundprinzip „Einer für alle, alle für einen“ hat sich bewährt. So hat jedes CampusRadio die Koordination einer gemeinsamen Aktion fest übernommen. Die Regeln für die gemeinsamen „Tools“ hat das Music-Network gemeinsam erarbeitet und festgelegt.
Die Musikredaktionen der „CampusRadios NRW“ machen seit November 2000 gemeinsame Sache(n):
Auf dem Musik-Portal „campuscharts.de“ sind alle gemeinsamen Aktionen und Instrumente der CampusRadios NRW transparent gebündelt. Das Portal soll leben und wachsen zu einer bundesweiten Plattform für die wirklich gute und wirklich wichtige Musik im CampusRadio.
Unterstützt wird das MusikNetzWerk durch den gleichnamigen Verein "CampusRadios NRW e.V., der aber auch noch weitere Ziele verfolgt: www.campusradios-nrw.de.
Ausgestattet mit einer Sendeantenne, quasi als letztes Einhorn, kämpft das sich aufbäumende Pferd gegen die Monotonie im Radio. Entsprungen ist es dem Landeswappen von NRW. Auch die Farben des Wappens rot-weiß-grün-schwarz finden sich abgewandelt im Logo wieder. Das setzt sich fort im Sound-Design. Durch die gemeinsamen Verpackungselemente zieht sich konsequent ein akustisch verändertes Wiehern. Das Logo ist eine eingetragene Wort-Bild-Marke.
Die „Kästchen-Ästhetik“ des campuscharts.de-Logos kann als grafischer Ausdruck des Baukastensystems der Zusammenarbeit verstanden werden. Es will zudem den vermeintlichen Gegensatz zwischen den zunächst widersprüchlich wirkenden Worten „Campus“ (tendenziell alternativ) und „Charts“ (klingt kommerziell) überbrücken, die zwei Seiten derselben Medaille. Die grafische Darstellung erweist sich als flexibel ausbaubar im Hinblick auf eine Logo-Familie in der Zukunft, also auf denkbare inhaltliche Erweiterungen der Zusammenarbeit: CampusWort, CampusComedy, CampusWissen, CampusWasAuchImmer usw. könnten eines Tages in optischer Anlehnung auftreten. Das Logo ist eine eingetragene Wort-Bild-Marke.
Die Ladezone für Blogs & Co findest du hier: