 PHILOSOPHIE + KONZEPT
Die Radiolandschaft in Deutschland wird immer monotoner – ganz besonders bei der Musikauswahl. Aus Angst vor der Konkurrenz und Hörerschwund neigen etablierte Sender zu an chart-orientierten Standard-Formaten. Die „Mega-Hits der 80er, 90er, und das Beste von Heute“ im besten Mix - garantiert keine Abwechslung. Neue Titel haben kaum mehr eine Chance, neue Sounds schon mal gar nicht. Die Einführung des Privatradios hat nicht zu mehr Unterschiedlichkeit geführt. Alles wurde gleicher – auch bei den öffentlich-rechtlichen Sendern. Eigentlich ist es doch so: Radio ohne Musik ist wie eine Hülle ohne Inhalt. Und wer will schon jeden Tag dieselben Klamotten anziehen? Und die Alternative? Jeden Tag Nackt-Sein?
Nee. Die Alternative heißt CampusRadio. Die Musik(-farbe) ist gernerell und bei den CampusRadios im Besonderen Einschaltgrund Nummer Eins für die Hörerschaft. Das belegen inzwischen verschiedene wissenschaftliche Studien. Sie zeigen auch: Die CampusRadios, die bundesweit knospen, haben eine stetig wachsende Hörerschaft. Neu ist diese Erkenntnis aber nicht: In den USA sind die „CollegeRadios“ bereits seit langem als Trendsetter bekannt und etabliert. Dass diese große Chance für die Musik jetzt auch langsam in Deutschland begriffen wird, zeigt nicht zuletzt das rege Interesse der Plattenindustrie, die die CampusRadios mittlerweile durch „Music Control“ überwachen lässt. Das Ergebnis sind u.a. Listen wie die „CampusRadio-AirplayCharts“ oder die "Deutschen College Radio Charts" (DCRC). Zahlreiche Presse-Berichte belegen auch, dass die CampusRadios inzwischen ein Medienthema geworden sind.
Das Land NRW vergibt als einziges Bundesland 24-Stunden-Lizenzen an CampusRadios und hat damit eine richtige Voraussetzung geschaffen, für wahrnehmbare und überlebensfähige Sender mit eigener Identität und starkem Identifikations-Potenzial. Nur damit erreichen wir unser Ziel: die Radiolandschaft zu beleben, die „dritte Kraft“ im Land neben den Öffentlich-Rechtlichen und dem Privatfunk zu werden, ein Musikprogramm, das rockt, das groovt, das hellhörig macht. So etwas sichert die Vielfalt in der Musik. Und so etwas schafft man am besten gemeinsam.
Und zwar nur dann, wenn man nicht nur landesweit, sondern bundesweit kooperiert. Gerade weil die CampusRadios NRW 24-Stunden-Lizenzen haben, halten wir es für unsere Pflicht, dass der "Virus CampusRadio" von NRW ausgeht und sich dadurch auch in den anderen Bundesländern lizenztechnisch etwas tut. Und deshalb hoffen wir darauf, dass andere CampusRadios im Lande sich zu einem Mitmachen bei campuscharts.de entschließen können. Auch freie Radios, die ähnlich strukturiert sind, ähnlich arbeiten (zentrale Wort- u. Musikredaktionen) und ähnlich klingen wie wir (durchgängige Musikfarbe), sind herzlich eingeladen.
Und das funktioniert so: Mit diesem Portal steht eine Plattform bereit, die eint, ohne zu vereinheitlichen. Das "Mitmachen" kann unterschiedlich ausschauen:
- Übernahme der "CampusCharts" als eigenproduzierte einstündige Show mit Beteiligung bei der Auswahl der Neuvorstellungen. (Pflicht!)
- zusätzlich Präsentation der "CampusCharts" als feste Rubrik mit Schnelldurchlauf und Top 3 (wahlweise)
- Übernahme des "Silberling der Woche" (in NRW Pflicht, sonst wahlweise)
- Zulieferung von Inhalten für die gemeinsame Web-Präsenz (Konzertberichte usw.) (Pflicht!)
- Beteiligung am Beitrags-Austausch (Pflicht!)
- Beteiligung an der internen Netzwerkkommunikation (Pflicht!)
Je nach dem, welche Elemente ein Radio übernehmen und in welchem Maße ein Radio sich beteiligen will oder kann, erfolgt die Einstufung der Partnerschaft und die Zuordnung zu einer Region. Es bleibt den Radios der einzelnen Regionen selbst überlassen, ob sie wie die CampusRadios NRW ein bundeslandweites oder regionales Netzwerk gründen wollen. Sie haben auch einzeln die Möglichkeit sich auf campuscharts.de zu präsentieren. Sehr vereinfachend könnte man das Prinzip schon fast mit einer Art Franchise-System vergleichen. Eine Übernahme oder Verwendung der Charts ohne vorherige Absprache ist nicht erlaubt.
Die Zusammenarbeit ist zudem an Voraussetzungen geknüpft: Teilnehmen können nur Sender, die mindestens tägliche Fensterprogramme auf UKW ausstrahlen. Ein Beispiel für eine Ausnahme: Kanal C in Augsburg - dort wird nur einmal in der Woche für 3 Stunden auf UKW gesendet, dafür aber 24 Stunden im Web mit speziellen Web-Shows, die somit nicht einer Musikschleife entsprechen. In NRW allerdings gelten allerdings strengere Voraussetzungen: 24-Stunden-Programme auf UKW von einem einzigen "Betreiber".
Mehr Details gibt's auf Anfrage.
Unser CampusCharts-Logo in Druckqualität zum Runterladen:
Auch die "CampusRadios NRW" haben ein Logo - das gibt's hier! >>>
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